Das Gesprächsformat

Das Stay-In-Touch-Gesprächsformat auch als „SIT-Runde“ bezeichnet – bietet einen klaren Rahmen, um Themen gemeinsam zu vertiefen und unterschiedliche Perspektiven strukturiert miteinander ins Gespräch zu bringen.

Es verbindet Vorbereitung, persönliche Fragen und einen verbindlichen Ablauf zu einem Gespräch, das sowohl inhaltliche Tiefe als auch gegenseitigen Respekt ermöglicht.

Die Grundlage jeder SIT-Runde:
ein gemeinsames Thema

Zentrale Grundlage jeder SIT-Runde ist ein gemeinsames Thema. Dieses Thema wird von einer vorbereitenden Person eingebracht, die sich vorab intensiv damit auseinandersetzt.

Die vorbereitende Person stellt das Thema, den thematischen Kontext sowie eine oder mehrere geeignete Quellen zur Verfügung, die allen Teilnehmenden als gemeinsame Gesprächsgrundlage dienen.

Auf diese Weise entsteht ein gemeinsamer Wissensstand, der es ermöglicht, fundiert und respektvoll miteinander ins Gespräch zu kommen.

Rollen im Gesprächsformat

Das Stay-In-Touch-Format sieht bewusst mehrere Rollen vor, die den Ablauf strukturieren und sicherstellen, dass alle Teilnehmenden gehört werden können.

  • Vorbereitende (Thementragende) Person
  • Teilnehmende
  • Zeitwächter
  • Schriftführer

Die Rollen sind nicht hierarchisch zu verstehen, sondern dienen der gemeinsamen Verantwortung für einen gelungenen Gesprächsabend.

Die der vorbereitenden Person:
„das Thema tragend“

Die vorbereitende Person bringt das Thema in die Runde ein und übernimmt die inhaltliche Vorbereitung. Dazu gehört die Auswahl einer geeigneten Quelle bzw. eine kurze inhaltliche Einführung in das Thema.

Nach Eingang der Fragen werden diese ebenfalls mit vorbereitet und bei Bedarf anhand zusätzlicher Recherche ausreichend vertieft.

Ziel dieser Vorbereitung ist es nicht, eine abschließende Meinung vorzugeben, sondern einen fundierten Ausgangspunkt für das gemeinsame Gespräch zu schaffen.

Die Rolle der Teilnehmenden:
„die Fragen gebend“

Alle weiteren Teilnehmenden bringen vorab eine eigene Frage zum Thema ein, die für die anderen sichtbar ist. Diese Fragen bilden in Reihenfolge ihres Eingehens beim Vorbereitenden das Rückgrat des Gesprächsverlaufs.

Durch die persönlichen Fragen fließen unterschiedliche Perspektiven, Erfahrungen und Denkansätze in die Runde ein und machen das Gespräch lebendig und vielschichtig.

Zeitwächter und Schriftführer

Der Zeitwächter achtet darauf, dass der vereinbarte zeitliche Rahmen eingehalten wird und alle vorgesehenen Gesprächsabschnitte damit den vorgegebenen Raum erhalten.

Der Schriftführer hält die wesentlichen Gedanken, Antworten und Erkenntnisse stichpunktartig in einer sogenannten SIT-Note fest. Diese Notizen dienen als Gedächtnisprotokoll und Grundlage für spätere Reflexion.

Ein strukturierter, aber offener Rahmen

Das Gesprächsformat folgt einem klaren zeitlichen und inhaltlichen Ablauf. Gleichzeitig bleibt ausreichend Raum für spontane Gedanken, Rückfragen und vertiefende Diskussionen.

Der festgelegte Rahmen soll nicht einengen, sondern Orientierung geben und sicherstellen, dass alle Teilnehmenden zu Wort kommen und sich ein gemeinsamer Erkenntnisgewinn entwickeln kann, der sich im Fazit der Gruppe wiederspiegelt.

Der konkrete Ablauf einer SIT-Runde

Wie eine SIT-Runde zeitlich aufgebaut ist, welche Gesprächsphasen vorgesehen sind und wie Fragen und Diskussionen konkret ablaufen, wird auf der folgenden Seite im Detail beschrieben.

Dort findet sich auch eine Übersicht über den typischen Ablauf eines Gesprächsabends von der Vorbereitung bis zum gemeinsamen Fazit.